TATIN Strategy ActivationAlle InsightsEN
Insight · Methodik

Warum verschwindet die Strategie nach der Town Hall aus den Teams?

Ein Beitrag von Robert Wreschniok, CEO des TATIN Institute for Strategy Activation

Wir investieren Monate in die perfekte Town Hall und wundern uns, warum die Strategie drei Monate später aus den Teams verschwunden ist.

Kurz gesagt

Klassische Strategie-Rollouts mit Town Hall, Kaskade und Workshop versuchen, Verhalten über Verstehen zu verändern. Das TATIN Institute for Strategy Activation geht mit SPARKs den umgekehrten Weg: Teams lösen im bestehenden Teammeeting regelmäßig ein echtes Problem so, dass es auf ein strategisches Ziel einzahlt, und erleben dabei, dass ihr eigenes Handeln etwas bewirkt. Erst verändert sich die Arbeit, dann die Haltung.

Robert Wreschniok spricht auf dem Strategy Summit vor vollem Saal
Robert Wreschniok auf dem Strategy Summit

Warum verpufft die Strategie nach der Town Hall?

Nicht aus bösem Willen. Was heute auf dem Schreibtisch liegt, gewinnt fast immer gegen das, was irgendwann wichtig wird.

Die übliche Antwort darauf kennen wir alle: Wir wollen, dass Menschen sich im Alltag anders verhalten, und holen sie dafür aus dem Alltag heraus. Fünf Stunden Workshop über die Strategie, dann zurück an denselben Schreibtisch. Ab jetzt bitte strategisch handeln.

Ich würde lügen, wenn ich behaupte, ich hätte das nicht selbst versucht. Jahrelang habe ich diesen Prozess immer weiter perfektioniert. Bis ich mich vor rund sieben Jahren zu einem radikalen Systemwechsel entschieden habe.

Wo liegt der Fehler im klassischen Ansatz?

Der Fehler liegt im Ansatz. Wir versuchen, Verhalten über Verstehen zu verändern. Es funktioniert umgekehrt. Einmal selbst zu erleben, dass das eigene Handeln etwas bewirkt, ist tausendmal stärker als jede Diskussion darüber.

Was wirkt stattdessen?

Also muss Strategie dort stattfinden, wo die Arbeit passiert. Im regulären Teammeeting nimmt sich das Team ein echtes Thema vom eigenen Tisch und fragt: Wie lösen wir das so, dass es auf unser strategisches Ziel einzahlt? Ein kleiner Schritt bis zum nächsten Mal, dann gemeinsam draufschauen, was sich verändert hat. Rund 20 Minuten, regelmäßig im bestehenden Teammeeting.

So muss niemand die Strategie auswendig kennen, weil das Team sie an der eigenen Arbeit erlebt.

Wie funktioniert die Methodik konkret?

Das TATIN Institute for Strategy Activation nennt diese Routine SPARK. Ein SPARK folgt immer demselben Muster und braucht weder Workshop noch zusätzlichen Termin.

  1. Ein echtes Thema vom eigenen TischDas Team sammelt im Regelmeeting anonym, was die Arbeit gerade bremst oder voranbringen würde. Keine Theorie, sondern das, was heute auf dem Schreibtisch liegt.
  2. An der Strategie ausrichtenDie Beiträge werden zu Themen gebündelt und an den strategischen Zielen gespiegelt. Das Team wählt gemeinsam das Thema, das jetzt den größten Unterschied macht.
  3. Ein kleiner Schritt mit VerantwortungDas Team beschließt eine Maßnahme im eigenen Einflussbereich, mit einer verantwortlichen Person und einer Deadline bis zum nächsten Mal.
  4. Wirkung messen, Lernen teilenDie Wirkung jeder Maßnahme wird gemessen. Über METIS gehen Empfehlungen an alle Teams, worauf man bei einer solchen Lösung achten muss, damit sie gut funktioniert und sich skalieren lässt.

Was unterscheidet das von Town Hall, Kaskade und Workshop?

Klassischer Strategie-Rollout
  • Findet außerhalb des Arbeitsalltags statt
  • Setzt auf Verstehen und hofft auf Verhalten
  • Einmalig oder in großen Abständen
  • Wirkung ist kaum messbar
Strategieaktivierung mit SPARKs
  • Findet im bestehenden Teammeeting statt
  • Setzt auf Handeln und erlebte Wirkung
  • Regelmäßig, rund 20 Minuten
  • Wirkung wird in jedem Team nachgehalten
rund 20 Min.pro SPARK im bestehenden Teammeeting
4 Wochenbis zu einer belastbaren Sicht auf Umsetzungshürden, statt rund 12 Monaten

Quelle: TATIN Impact Data. Gemessen über die integrierte Wirkungskontrolle und die Nutzungsdaten der SPARKs-Plattform in eigenen Kundenprojekten, ohne zusätzliche Befragung.

So messen wir

Jede Maßnahme, die ein Team im SPARK beschließt, bekommt einen Verantwortlichen und ein Zieldatum. Im nächsten SPARK bewertet das Team, ob sie umgesetzt wurde und gewirkt hat. Diese Wirkungskontrolle und die Nutzungsdaten der Plattform, also bearbeitete Themen, beschlossene und umgesetzte Maßnahmen, werden ausschließlich zusammengefasst über mindestens fünf Führungskräfte ausgewertet. Die Werte stammen aus eigenen Kundenprojekten und sind kein unabhängiger Benchmark.

Häufige Fragen

Warum reichen Town Halls und Strategie-Workshops nicht aus?
Sie schaffen Verständnis, verändern aber selten das Verhalten im Alltag. Sobald das Tagesgeschäft zurückkehrt, gewinnt das Dringende gegen das Wichtige. Verhalten ändert sich nachhaltig erst, wenn Teams selbst erleben, dass ihr Handeln auf die Strategie einzahlt.
Was ist Strategieaktivierung?
Strategieaktivierung bedeutet, eine bestehende Strategie im Arbeitsalltag der Teams wirksam zu machen. Das TATIN Institute for Strategy Activation setzt dafür SPARKs ein, kurze Teamroutinen im Regelmeeting, deren Wirkung kontinuierlich gemessen wird.
Wie viel Zeit kostet der Ansatz die Teams?
Rund 20 Minuten pro SPARK, regelmäßig im ohnehin stattfindenden Teammeeting. Es gibt keine zusätzlichen Workshops oder Termine, Meetings mit SPARK werden oft sogar kürzer.
Müssen alle Mitarbeitenden die Strategie kennen?
Nicht auswendig. Das Team erlebt die Strategie an der eigenen Arbeit, weil jedes Thema an den strategischen Zielen ausgerichtet wird.

Erst verändert sich die Arbeit, dann die Haltung.

Wie läuft Strategieumsetzung in Ihren Teams? Erleben Sie einen SPARK live, in rund 20 Minuten.

Gespräch vereinbaren